Szentágota

ismertető

Agnita (dt.: Agnetheln, ung.: Szentágota, veraltet: Ágotafalva) ist eine Stadt im Bezirk Sibiu in Siebenbürgen/Rumänien, am Hartibaciu (dt. Harbach) gelegen. Agnita wurde cca. 1180 von deutschen Einwanderern, welche vom ungarischen König ins Land gerufen wurden, gegründet. Der Name Agnetheln geht auf die legendäre Gründerin des Städtchens, Sankta Agnetha zurück. Diese war die eine von 3 Töchtern (welche die Ortschaften Schönberg und Mergeln- rum. Merghindeal gegründet haben sollen) eines Grafen, welche seine Burg in Richtung Dealul Frumos- Schönberg auf einem Berg gebaut hatte.

Im Mittelalter wurde die evangelische Kirchenburg als wichtigstes erhaltenes Baudenkmal von den sächsischen Siedlern gebaut, um den wiederholten Überfällen durch osmanische, tatarische oder mongolische Heere trotzen zu können. Die heutige Form des Baudenkmal, welches in der Mitte Agnitas aufzufinden ist, datiert von ca. 1560 (die Ringmauern wurden im 19. Jhd. abgerissen, im 20. Jhd. wurde die alte Fahrbrücke unter kommunistischer Herrschaft abgerissen und durch eine schmale Fußgängerbrücke ersetzt). Besichtigungswert ist der Alter der Kirche von ca. 1560. 1780 wurde die erste rumänische orthodoxe Kirche auf einem Berg am Rande der Stadt aufgebaut. Die große rumänische Kathedrale neben dem Harbach wurde 1947 fertiggestellt.Zur gleichnamigen Kommune gehören neben A. noch die Dörfer Coves und Ruja (dt. Roseln, ung. Rúzsa). Die Einwohnerzahl der Stadtgemeinde A. betrug im Sommer 2004 12.119 Personen, davon entfielen je ca. 500 auf die beiden Dörfer. A. ist das Zentrum der historischen Region Harbachtal und alter Standort für Textilproduktion. 1898 bekam der Ort einen Bahnanschluss aus Richtung Sighişoara. 1910 wurde die von der deutschen Bevölkerung "Wusch" genannte Schmalspurbahn von Agnita nach Sibiu verlängert.Agnita entwickelte sich als vom Schusterhandwerk bzw. Kleinhandwerk sowie von Kleinbauern geprägtes sächsisches Städtchen zu einer reichen Kleinstadt.Im Mittelalter waren die Zünfte die Organisationen, welche die Handwerker und ihre Aktivitäten koordinierten. Ende des 19. Jhd. gründete die deutsche Bevölkerung erste Industrieunternehmen in der Stadt: Spiritusfabrik, Leder- und Schuhfabrik, sowie eine Genossenschaftsbank nach dem deutschen Raiffeisenprinzip,welche Gründungen sowie Kleinunternehmen unterstützte.Nach dem Anschluss an Rumänien verloren die deutschen Einwohner Ihre Vorreiterrolle: alleÄmter wurden durch rumänische Personen zwangsersetzt, die Gemeinde verlor die Weiden und Grundstücke sowie Wälder, welche vorher allen Bewohnern des Städchens, unabhängig von deren Nationalität, zur Verfügung gestanden hatten. Nach 1945 wurden die deutschen Mitbewohner, soweit nicht schon im Weltkrieg getötet, d.h. mehrheitlich Frauen ab 17 Jahren und alte Männer nach Sibirien und Russland zur Zwangsarbeit deportiert. 1948 wurde Rumänien kommunistisch, und alle deutschen Bewohner wurden enteignet bzw. teilweise aus ihren Häusern verjagt.Nach 1990 waren die meisten deutschen Mitbewohner nach Deutschland und Österreich ausgereist.Es herrscht nun ein Kapitalismus rumänischer Prägung.

Kommunalpolitik

Bürgermeister ist FI Radu Curcean, der bei den Kommunalwahlen 2004 für die Acţiunea Populară (AP) antrat.

Mandatsverteilung im Lokalrat seit 2004:

(Quelle: www.cjsibiu.ro)

Sehenswürdigkeiten

  • Das Harbachtalmuseum, es bewahrt unter anderem ein Gesamtwerk von Erasmus von Rotterdam auf, wurde ca. 1952 von Dr. Erhardt Andree gegründet.
In der Mitte der Stadt, auf der linken Seite, wenn man von Sibiu herfährt.Täglich geöffnet von 9-16 Uhr.
  • Kirchenburg im Zentrum der Stadt
  • Areal Steinburg oberhalb der Stadt

Weblinks

Siehe auch: Südosteuropa/Rumänien

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